Auf geht’s zur nächsten Eruption!
Wenn Ätna brodelt, Fujiyama spuckt und Eyjafjallajökull wieder mal den Flugverkehr lahm legt, sind wir unterwegs: Die Volcano Watchers oder besser gesagt: Die Vulkanoiden!
Die geologische Struktur eines Vulkans entsteht, wenn Magma (Gesteinsschmelze) aufsteigt. Das passiert, wenn in einer Tiefe ab ca. 100 km unter der Erde Temperaturen zwischen 1000 und 1300 Grad Celsius herrschen, Gesteine zu zähplastischem Magma schmelzen und sich dann in tropfenförmigen großen Magmaherden in einer Tiefe von ca. 2 bis 50 km sammeln. Wird der Druck zu groß, steigt das Magma als Lava über Klüfte und Spalten der Lithosphäre auf. Kommt es zu einem explosiven Vulkanausbruch, werden nicht nur flüssige, sondern auch gasförmige und feste Stoffe freigesetzt.
Vulkane lassen sich nach der äußeren Form in Schicht- und Schildvulkane, Schlacken- und Aschenkegel, Lavadom (hügel- oder säulenförmig), Caldera (Einbruchskrater), Maar (schlüssel- oder trichterförmig), Tafelvulkane und Decken- oder Plateauvulkane einordnen oder nach der Art des Magmenzufuhrsystems in Zentral- oder Spaltenvulkane, nach dem Ort des Auftretens in Subaerische (an Land oder über Wasser), Submarine (im Meer unter Wasser), Subglaziale (unter Gletschern) und extraterrestrische Vulkane (auf anderen Planeten). Nach der Art ihrer Aktivität unterscheidet man zudem in effusive (ruhiges Ausfließen der Lava), explosive / ejektive oder gemischte Ausbruchsphasen. Eine gröbere Unterteilung klassifiziert außerdem Supervulkane (heftige explosive Tätigkeit), aktive und inaktive / schlafende Vulkane, welche allerdings jederzeit neu ausbrechen können, sowie erloschene Vulkane (keine Magmazufuhr mehr). Der durch einen Vulkanausbruch entstandene Berg, heißt Vulkankegel oder Vulkandom, die Öffnung Vulkanschlot und die Spitze Vulkankrater. Weiterhin lassen sich Vulkane nach dem Magma und der Lava unterscheiden, was abhängig von der chemischen Zusammensetzung und der Temperatur ist.
Weltweit gibt es heute ca. 1500 aktive (in den letzten 10.000 Jahren ausgebrochene) Vulkane auf der Erdoberfläche, die zahlreiche Touristen zur Besichtigung anziehen. Auch wir lieben solche Abenteuerreisen, da Vulkane eine starke Anziehungskraft ausüben. Ein ständig aktives und imposantes Vulkangebiet findet man zum Beispiel in Süditalien, auf den Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer (nördlich von Sizilien) und im Naturpark des Ätna. Die Landschaften erinnern an Mondlandschaften, die man bei einer Rundreise auf ausgedehnten Wanderungen entdecken kann – so vor allem die Vulkane Ätna, Vulcano und Stromboli. Auf derselben Reise kann man sich auch interessante Ausgrabungsstätten, Museen oder Altstädte ansehen, am Meer entspannen und Land und Leute erkunden. Über Weiteres informieren wir im Blog.
Warum brechen Vulkane aus? Kann man das rechtzeitig erkennen? Mehr Infos zu dem Thema in Fachbüchern über Geowissenschaften auf lehmanns.de. Bücher über geowissenschaftliche Phänomen günstig online kaufen
The Vulkanoids are watching you!